Montag, 22. Januar 2018

Winterspaß: Eisbahn Lankwitz

Diesen Winter testen wir die Eisbahnen der Stadt durch und so waren wir am vergangenen Wochenende auf der Eisbahn in Lankwitz.


Die Eisbahn in Lankwitz liegt in der Leonorenstraße, in unmittelbarer Nähe zum Stadtbad Lankwitz, das wir schon getestet haben. Weitere Sportplätze sind in der Nähe. Die Parkplatzsituation ist eher mäßig. Es gibt einen Parkplatz mit Parkraumbewirtschaftung, den sich Eisbahn und Schwimmhalle teilen und auf dem auch wirklich kontrolliert wird. Einfach rauffahren und hinstellen, wird also nicht funktionieren (jedenfalls war bei jedem unserer Besuche im Schwimmbad und nun auch gestern wieder jemand da, der die parkenden Autos kontrolliert hat). Es gibt ein paar wenige (!!) kostenlose Parkplätze am Edenkobener Steg.

Die Eisbahn ist eine reine "Draußen-Eisbahn" und entsprechend nur im Winter (November bis Mitte März) geöffnet. Die konkreten Öffnungszeiten entnimmt man am besten der Homepage, da vor allem das Ende der Saison auch abweichen kann, vermutlich je nach Wetter.

Als wir ankamen, war eine gut 100 m lange Schlange an der einzigen Kasse. Irgendwann wurde eine zweite Kasse geöffnet, zudem gab es die Ansage, dass Leihschuhe in bestimmten Größen bald aus sein werden. Wer die betreffenden Größen benötigt, wurde gewarnt, dass er eventuell Eintritt plus Ausleihgebühr zahlt, aber dann keine Schuhe bekommt. Daraufhin gingen einige, was die Schlange deutlich kürzte.
Nach ca. 25 Minuten in der Schlange standen wir an der Kasse.


Für Erwachsene kostet der Eintritt 5 Euro, für Kinder unter 12 Jahren 3,50 Euro und ab 12 Jahre 4,50 Euro. Die Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder) kostet 14 Euro.
 Hat man einen Berliner Familienpass, bekommt man freien Eintritt für die Kinder, wenn man als Erwachsener vollen Eintritt zahlt. Es sind drei solcher Coupons in dem Familienpass.
Es gibt auch die Möglichkeit, nur als Begleiter hinein zu gehen, das kostet 1,50 Euro. Gerade für Eltern, die nur ihre Kinder begleiten, ist das ein faires Angebot.

Wir entschieden uns für einen Garderobenschrank, um unsere Sachen einzuschließen. Die Entscheidung, ob man einen haben möchte, muss man direkt an der Kasse fällen. Dann zahlt man einen Euro und erhält einen Kassenbon. Damit geht man dann zum Schlittschuhverleih , stellt sich in die Schlange und erhält dort gegen Pfand (Ausweis, Führerschein etc.) einen Schlüssel für einen Garderobenschrank.
Ich finde das Prozedere aufwendig. Wir haben immer eigene Schlittschuhe dabei und fanden es daher weniger prickelnd, nur wegen dem Schlüssel beim Verleih anstehen zu müssen. Die Variante im Eisstadion Wilmersdorf, wo man einfach eine Garderobe zum Abgeben von Taschen hat, war wesentlich entspannter.


Alles in allem brauchten wir von der Ankunft am Parkplatz bis zum Eislaufen 40 min - durch Kassenschlange und Garderobenschrank-Ausleihe. Rekordverdächtig. Aber es kann natürlich unter der Woche oder zu anderen Uhrzeiten ganz anders laufen.

Es gibt eine Vielzahl an Leih-Schlittschuhen in den Größen 25 bis 50. Aus Eisgleiter für die Kleinsten gibt es. Es gibt nicht nur die blauen Plastik-Leihschuhe wie anderswo, sondern auch Eishockey-Schuhe und sogar Lederschlittschuhe. Wie viel wovon verfügbar ist, weiß ich natürlich nicht.
Für Anfänger gibt es Robben zum Schieben. Sie kosten 3 Euro Ausleihgebühr plus 5 Euro Pfand. Am Wochenende ist die Leihzeit für Robben auf 1,5 Stunden begrenzt. Die Robben sind lustig, man kann sein Kind dort auch draufsetzen und herumschieben.



Die Eisbahn ist klein. Sie wirkt gemütlich und gar nicht so sportlich wie die Eisbahnen in Hohenschönhausen oder Wilmersdorf. Aber es gibt dafür auch keinen Außenring o.ä., es ist einfach nur eine ovale Fläche und auch nicht allzu riesig. Das Eis war, wie immer beim öffentlichen Eislaufen, nach einer Stunde schon ziemlich zerkratzt. Eigentlich sollte um 14 Uhr die Eismaschine kommen, das tat sie aber dann erst um 15 Uhr.

Die Aufmachung der Bahn finde ich ganz schön. Es hat Ansätze von "Hüttenzauber". Sicher, ohne Schnee wirkt das nicht ganz so schön, aber dafür kann niemand etwas. Es gibt mehrere kleine Holzhütten, neben der eigentlichen Eisbahn kann man auch Eisstock-Schießen (Reservierung ist über die Homepage möglich).


Es gibt Angestellte der Eisbahn, die auf der Bahn mit herumfahren, ich hatte den Eindruck, dass sie die "wildesten" Fahrmanöver hinlegten. Denn die sonst für Eisbahnen typischen Jugendlichen, die rasant fahren und so bremsen, dass das Eis herumfliegt, hat man hier kaum. Vielleicht weil gar kein Platz zum Rasen ist. Das Publikum bestand zu 90% aus Familien mit Kindern und Schülern im Grundschulalter.

Es gibt eine Webcam. Das ist ganz witzig, wenn man jemandem, der weiß, dass man gerade dort ist, winken möchte ;-).

Direkt am Eingang stand ein Schild, auf dem für Essen im Restaurant geworben wurde (ich glaube, dort stand etwas von Prager Schinken und auch Suppe). Ist man erstmal drin, ist es nicht einfach, genau das Restaurant zu finden. Dafür muss man in eine der Hütten hinein. Denn draußen an den Ständen gibt es "nur" Pommes und Currywurst/Bratwurst, Gummibärchen, Getränke (auch Glühwein) und an einem anderen Stand Kaffee und Crêpe. Das war alles sehr lecker. Pommes plus Currywurst kosten 5 Euro, Crêpe ab 2,50 Euro.
Es gibt relativ wenige Sitzplätze. Am Pommes-Stand haben wir noch einmal gute 20 min in der Warteschlange gestanden, obwohl das Personal sehr bemüht war, die Schlange zügig abzuarbeiten.



Musik wird auch gespielt, aber eher leise. Sicher wird das bei Veranstaltungen wie der Eis-Disco (samstags abends) anders sein.

Alles in allem: eine schöne Eisbahn mit nettem Ambiente und aufgrund der Größe und dem Fehlen von zu stark rasenden Jugendlichen vor allem für Kinder gut geeignet. Die Bahn ist recht klein und bei Überfüllung kann man hier sehr viel Zeit mit Warten verbringen. Vermutlich ist Sonntag nicht so ganz der richtige Tag für einen entspannten Nachmittag auf der Eisbahn gewesen.

Adresse & Anfahrt:
Leonorenstraße 37
12247 Berlin
auf der Webseite gibt es Öffnungszeiten etc. und auch die Webcam.

Anfahrt:
S 25 bis Lankwitz, Bus M82, 181, 187, 283,284 bis Stadtbad Lankwitz

Donnerstag, 11. Januar 2018

Spielplatz: Volkspark Prenzlauer Berg / Oderbruchkippe

Im Gegensatz zum Volkpark Friedrichshain ist hier, an der "Oderbruchkippe", wenig los. Alles wirkt etwas verwunschen und zugewuchert, es gibt leider auch so manche Dreckecke. Ein schöner Park ist es nicht, aber dafür gibt es viel Natur und von den beiden Gipfeln - der höchste ist 91 m hoch - hat man eine recht gute Aussicht, vor allem Richtung Prenzlauer Berg.

Im Winter kann man an der Oderbruchkippe auch Schlitten-Fahren, allerdings ist der Rodelhügel ziemlich zugewuchert mittlerweile. Vor 20 Jahren war das noch anders. Die recht großen flachen Wiesen unten an den Gipfeln laden im Herbst zum Drachensteigen ein.

Aber wie dem auch sei, es soll in erster Linie ja um den Spielplatz gehen, der sich im östlichen Bereich des Volksparks befindet. Man erreicht ihn, wenn man von der Hohenschönhauser Straße bzw. der Tram-Haltestelle Judith-Auer-Straße hinein in den Volkspark geht und nicht auf den Berg hinauf abbiegt, sondern mehr oder minder geradeaus läuft. Vom Parkeingang bis zum Spielplatz sind es ca. 300 m.

Der Spielplatz wurde 1997 als Abenteuerspielplatz angelegt und hat leider seine besten Zeiten hinter sich. Früher gab es hier mal ein Spielschiff mit Rutsche und einen Baum-Hai. Das Spielschiff ist schon länger komplett weg, der Hai ist derzeit eingerüstet und damit unnutzbar. Eine Schaukelgestell steht dort, aber es gibt keine Schaukel.

Und somit gibt es nur eins: Steine. Viele Findlinge. Vielleicht kann man darauf herumturnen. Mehr machen kann man nicht auf diesem Spielplatz. Auch Sand gibt es nicht.

Somit fällt dieser Spielplatz leider in die Kategorie "Anti-Spielplatz", also ein Spielplatz, für den sich der Weg nicht lohnt.

Anfahrt und Adresse:
Volkspark Prenzlauer Berg
Hohenschönhauser Straße
10369 Berlin
Tram M5, M6 Judith-Auer-Straße







Sonntag, 7. Januar 2018

Winterspaß: Eislaufen im Eisstadion Wilmersdorf / Horst-Dohm-Stadion

Es ist Winter und wir testen in diesem Jahr die Eisbahnen der Stadt durch. Wir sind schon jahrelang Besucher des Sportforum Hohenschönhausen, aber man kann ja mal über den Tellerrand schauen und anderes probieren. Und so waren wir mal wieder nach langer Zeit im Horst-Dohm-Stadion, das bis 2000 Eisstadion Wilmersdorf hieß.


Das Eisstadion liegt in Schmargendorf und ist mal wieder ein Gebäude mit dem Charme von West-Berlin, was keine Kritik ist. Aber man merkt einfach, dass das Stadion aus den 70er Jahren stammt.

Die Parkplatzsituation vor Ort ist eher mäßig. Es gibt einen Parkplatz mit Gebühren, der allerdings auch recht klein ist sowie die Möglichkeit, in den Seitenstraßen zu parken. Das ist aber insbesondere am Wochenende nicht einfach, da alles voll ist. Ein Parkplatz mit 500 m Fußweg ist nicht ungewöhnlich.

Die Eisbahn ist draußen, die Eisqualität ist aber auch bei +10 Grad gut. Ein Unterschied zu den Eisbahnen auf den Weihnachtsmärkten, bei denen man irgendwann durch Pfützen fährt. Bei Regen ist es natürlich blöd, dass es kein Dach gibt. Aber das Eis hier im Stadion ist gut und wird auch während der Laufzeiten immer wieder erneuert (logischerweise muss man dann jeweils den Innenbereich oder den Außenring verlassen).


Der Eintrittspreis beträgt 3,30 Euro für Erwachsene und 1,60 Euro für Kinder, Studenten, Azubis und Erwerbslose. Mit Familienpass kommen Kinder immer gratis hinein.
Es gibt Saisonkarten, 6er-Sammelkarten und gesonderte Preise, wenn man im Rahmen einer Schul- bzw. Kitaveranstaltung zum Eislaufen kommt.
Die Laufzeit beträgt 2 Stunden. Ich weiß nicht, wie das kontrolliert wird. Wir haben bei unserem Besuch versehentlich die Zeit ein wenig überschritten, aber niemand schaute auf unseren Kassenbon vom Hineingehen, wann wir denn gekommen waren.

Theoretisch ist länger offen als nur 2 Stunden, denn das Stadion ist von 9-22 Uhr (Sonn-und Feiertage bis 18 Uhr) geöffnet. Es steht immer abwechselnd die Innenfläche und der Außenring, eine 400 m-Bahn, zur Verfügung, zeitweise auch mal beides. Ein Display zeigt an, wann die Außenfläche öffnet. Man kann auch schon draußen am Eingang sehen, wann welche Bahn offen ist, denn viele bevorzugen ja die Außenbahn zum schnellen Fahren.

Es können Schlittschuhe ausgeliehen werden. Allerdings erst, wenn man schon an der Kasse vorbei ist (Wartezeiten an der Schlittschuh-Ausgabe gehen also von den 2 Stunden ab). Es sind die klassischen blauen Leihschuhe aus Plastik. Verfügbar von Größe 25-50. Eine Stunde kostet 5 Euro Leihgebühr, 2 Stunden 9 Euro.
Immerhin war bei unserem Besuch der Schlittschuhverleih nicht sehr voll, binnen ca. 10 min hatte die Freundin von uns ihre Schlittschuhe, mit denen sie auch sehr zufrieden war.
Für Kinder kann man Eisgleiter ausleihen.

Es gibt Schließfächer, die man wohl für die Saison mieten kann, aber auch einfach eine Garderobe mit Personal. Dort kann man seine Sachen einfach für einen Euro pro Person abgeben. Das fand ich sehr praktisch.  Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine größere Tasche mitnehmen, denn es war etwas mühsam, eine Sachen (vor allem auch die Schuhe) in den Rucksack zu stopfen, um dann eben ein Teil abzugeben. Im Nachhinein sah ich aber, dass andere ihre Schuhe auch einfach so abgegeben hatten.

Sehr viele lassen ihre Sachen auch einfach bei den Bänken in der Umkleide stehen. Ob das sicher ist, weiß ich nicht. Man sieht die Sachen definitiv nicht, wenn man auf der Eisbahn ist. Bei unserem Besuch kam jemand anders etwas weg (es waren "nur" Schlittschuhschoner) und derjenige meinte, so etwas passiere öfter (was aber die Frage aufwirft, warum er dann nicht die Garderobe nutzt).

Das Publikum war bei unserem Besuch gemischt. Sehr viele Familien und auch viele Jugendliche, teilweise wurde Breakdance vollführt und diese typischen schnellen Bremsungen, bei denen viel Eis hochfliegt und die man auf jeder Eisbahn sieht ;-). Es war nicht zu voll, man hatte Platz, sich zu bewegen. Es wurde auf der Außenbahn irgendwann die Laufrichtung verändert, damit das Eis gleichmäßiger abgenutzt wird.

Es wird relativ leise Musik gespielt, man nimmt es mehr als Hintergrundgeräusch war.


Ein Imbiss ist auch hier vorhanden, die Warteschlangen waren ordentlich lang. Die Pommes sind hervorragend und mit 2 Euro günstig. Ansonsten stehen Curry-Wurst, Wiener, HotDogs, Brötchen und Bouletten auf der Karte. Selbstverständlich gibt es auch Süßigkeiten und Getränke.

Wenn der Außenring geschlossen ist, kommt man nur durch eine Treppe und eine Art Durchgangstunnel zur Eisbahn. Mit Kind mit Schlittschuhen eine kleine Herausforderung, aber nicht anders machbar logischerweise.

Alles in allem: ein schönes, wenn auch etwas altmodisches Eisstadion, genau richtig für einen Ausflug im Winter und dazu auch wirklich preisgünstig.

Adresse und Webseite:
Fritz-Wildung-Str.9
14199 Berlin
Webseite

Montag, 2. Oktober 2017

Spielplatz: Eulen-Spielplatz im Florakiez

Durch Zufall habe ich einen schönen Spielplatz im Florakiez in Pankow gefunden: den Eulen-Spielplatz  an der Ecke Gaillardstraße/Rettigweg

Der Spielplatz ist erst im vergangenen Jahr im Rahmen des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm rundum erneuert worden und kann sich sehen lassen. Der Spielplatz liegt etwas von der Straße zurückgesetzt in einer Art Baulücke zwischen den vielen neuen Häusern in der Gegend. Er liegt in der Einflugschneise von Tegel, es ist also durchaus laut.

Im Eingangsbereich gibt es eine Art Geduldsspiel mit Murmel, danach geht es weiter mit dem Sandspielbereich. 

Hier gibt es ein Klettergerüst mit Röhrenrutsche, eine Art drehendes Ei und eine nicht ganz alltägliche Hängebrücke. Ein Teil des Sandbereiches ist mehr oder minder für Kleinkinder abgetrennt - mit einem kleinen Spielhaus mit Enten-Motiv und einer breiten Rutsche. Eine Nestschaukel gibt es ebenfalls.

Es folgen einige Bodentrampoline, die sich schon etwas abgenutzt anfühlen und zwei Schaukeln. Dazu gibt es einige Elemente, die nach Surfen und Meer aussehen. 

Ein Spielzelt aus Holz mit Eule auf dem Dach dürfte dem Spielplatz wohl seinen Namen gegeben haben.

Im hinteren Bereich des Spielplatzes ist ein großer Baum und spendet Schatten, im vorderen Bereich ist es etwas sonniger. 

Bei unserem Besuch war der Spielplatz sauber, lediglich die vielen Graffiti an den Seiten wollen nicht zur inzwischen teuer wirkenden Umgebung passen.










Adresse und Anfahrt:
Eulen-Spielplatz
Rettigweg 11
13187 Berlin
S-Bahnhof Wollankstraße, S-Bahnline S1



Freitag, 8. September 2017

Spielplatz: Besselpark

Wir haben mal wieder einen Spielplatz gefunden und mein Sechsjähriger hat hier alle Spielgeräte ausprobiert. Der Spielplatz liegt am Besselpark in Kreuzberg. Er ist aktuell umgeben von Baustellen, nebenan ist eine Kita. Im Jahr 2016 wurde dieser Spielplatz umgestaltet, ist also alles noch recht neu.

Es ist kein Themenspielplatz, aber dennoch nicht ganz gewöhnlich. Die Spielgeräte sehen fast alle noch neu aus, sieht man von ein wenig Graffiti an einer der Kletterwände ab. Der Platz ist 2900 qm groß und umzäunt. Es gibt auch Hecken, ein wenig Platz zum Verstecken ist so auch gegeben. Direkt im Bereich vor dem Spielplatz (nicht auf dem Gelände) ist eine hohe Hundehaufen-Dichte. Es gibt kaum Bäume, im Sommer dürfte es sehr sonnig sein.

Der Spielplatz ist in zwei Teile gegliedert, einer ist für kleinere Kinder, der andere für ältere Kinder konzipiert. Der Teil für die Kleinen wirkt zum Teil wie eine Kopie der Variante für die Großen. Insgesamt ist dieser Spielplatz für Kinder von 0 bis 18 Jahren gedacht. Für Jugendliche stehen auch eine Tischtennisplatte und ein Basketballfeld zur Verfügung.

Der Bereich für die Kleinen bietet ein Klettergerüst mit verschiedenen Klettermöglichkeiten (Kletterwand, Metallseilnetz) und einer kleinen Rutsche. In einem separaten Sandkasten steht ein Schaukeltierchen, das sich aber kaum bewegen lässt. Der Sand ist, so weit man es beurteilen kann, sauber. Die Kanten des Sandkasten sind aus Beton und haben keinen Fallschutz, wie auf manchen anderen Spielplätzen.

Der Bereich für die Großen besteht aus einem wirklich hohen Klettergerüst, das für meinen Sechsjährigen schon eine Herausforderung war. Das Netz aus Metall schaukelt ordentlich, die Kletterwand ist nicht einfach und der Schwebebalken hinüber zur Rutsche ist hoch. Die Rutsche ist breit und die steilste, die ich bisher auf einem Spielplatz gesehen habe.

Eine, leider sehr schwergängige Seilbahn und ein großes "Doppeltrampolin" sind auch vorhanden.

Insgesamt gefällt uns der Spielplatz gut, auch wenn er irgendwie ein wenig seltsam liegt, so mitten in der Stadt neben Baustellen. Vor allem die Seilbahn und die steile Rutsche sind toll.

Anfahrt und Adresse:
Besselpark
Besselstraße
10969 Berlin-Kreuzberg
U-Bahnhof: Kochstraße/Checkpoint Charlie, Bus 248 Jüdisches Museum










Freitag, 18. August 2017

Schwimmen: Sommerbad Mariendorf Rixdorfer Straße

Dieser Sommer ist nicht unbedingt traumhaft sonnig und daher haben wir in diesem Jahr erst wenige Male ein Freibad besucht. Aber natürlich möchten wir auch in diesem Sommer neue Bäder in Berlin testen und so freuten wir uns über das sonnige Wetter in der vergangenen Woche und schauten auf der Webseite der Bäderbetriebe, wo es denn hingehen könnte.


Die Wahl fiel nach langer Diskussion auf das Sommerbad Mariendorf. Und direkt bei dieser Entscheidung unterlief uns ein Fehler, der sich durch unsere mangelnde Ortskenntnis in Mariendorf erklären lässt. Wir sahen auf der Webseite  der Bäderbetriebe ein Schwimmbecken mit großer, orangefarbener Rutsche... Und als wir vor Ort ankamen, gab es diese Rutsche nicht.

Was war passiert? Wir haben das "Sommerbad Mariendorf" mit dem "Kombibad Mariendorf Sommerbad" verwechselt! Was für eine gemeine Falle! Wie kann es sein, dass zwei Schwimmbäder nahezu den gleichen Namen haben? Später an dem Abend erfuhren wir von einem Freund, der in Mariendorf wohnt, dass Ortsansässige unterscheiden zwischen "Rixdorfer Sommerbad" und "Ankogelbad". Das ist schon viel eindeutiger... Also, wir waren im Bad an der Rixdorfer Straße.

Das Bad liegt an der Straße, auf der anderen Seite ist der Volkspark Mariendorf. Es gibt einen kleinen Parkplatz, auf dem Parkraumbewirtschaftung während der Öffnungszeiten des Bades ist (Kostenpunkt: 1. Stunde 1 Euro, 2. Stunde 2 Euro, Tagesticket 3 Euro, Mindestgebühr 1 Euro). Von 9-19 Uhr muss man hier zahlen. Der Parkplatz ist nicht groß, etwa 20 bis maximal 30 Autos passen her. In den anliegenden Straßen sind Stellplätze theoretisch vorhanden, aber bei dem guten Wetter waren sie alle belegt. Also, Anreisen mit den Öffentlichen kann sinnvoll sein. Direkt vor der Tür hält der Bus der Linien 277 und 282, Haltestelle Imbrosweg.

Das Bad gehört zu den Berliner Bäderbetrieben, das bedeutet, dass hier Dauerkarten, 10er-Karten und auch der Berliner Ferienpass gelten. Kinder mit Ferienpass erhalten in den Ferien also freien Eintritt und können sich auch direkt an der Kassenschlange vorbei direkt zum Personal am Eingang begeben. Bei Sommerwetter definitiv ein klarer Vorteil.
Regulär sind für eine Tageskarte 5,50 Euro zu berappen, ermäßigt 3,50 Euro. Familienkarten (2 Kinder, 2 Erwachsene) gibt es für 11,50 Euro. Kinder unter 5 haben freien Eintritt.

Das Bad versprüht den Charme der 70er, es fühlt sich an wie ein Stück altes West-Berlin, was nichts schlechtes ist, eher eine Zustandsbeschreibung. Die Umkleiden wirken alt, richtig alt und die Toiletten auch, aber dort hält man sich ja nicht lange auf. Irritiert war ich über die Ausschilderung, denn dort wo Damen-WC & Umkleide dranstand, waren nur Duschen und WC, als Umkleide diente eine große Gemeinschaftsumkleide mit einer Handvoll Einzelkabinen. Es war alles sauber und in Ordnung.

Umkleideschränke gibt es in ausreichender Menge, sie funktionieren mit 1 Euro-Münzen. Man muss also nicht, wie in manch anderem Bad, ein eigenes Schloss mitbringen. Allerdings gibt es deutlich zu wenig Wertsachenfächer. Als wir um 14 Uhr ankamen, waren alle belegt und ich hatte daher keine Chance, Handy und Geldbeutel wegzuschließen bzw. musste meine Sachen eben in einen normalen Schrank einschließen. Ganz wohl war mir nicht, ich nutze lieber die Wertsachenschränke, die in diesem Bad neben dem Imbiss sind.

Das Bad bietet zwei Wasserflächen - zum einen ein klassisches Schwimmbecken mit acht 50 m-Bahnen und einem separaten Sprungbereich (1 und 3 m). Dieser Bereich war auch ständig geöffnet, mal das eine, mal das anderen Sprungbrett.  Dieses Becken ist aus klassischen Fliesen - eine entschloss sich bei unserem Besuch dazu, ab zu fallen. Der Bereich wurde dann gesperrt.

Zum anderen gibt es ein sehr großes,  flaches Nichtschwimmerbecken, das überwiegend wirklich sehr flach ist, also etwa knöcheltief. Mein Sohn (6) meinte "Der Boden ist hier so hoch", was ja aufs Gleiche hinauskommt Hier sind keine Fliesen, sondern ein großes Metallbecken. Man kann sich also nicht an irgendwelchen Fliesen verletzen.

In diesem flachen Planschbecken sind ein Wasserpilz, der permanent angeschaltet ist sowie ein weiterer, breiter Wasserspender, unter dem man quasi "duschen" kann. Dazu eine sehr kleine Elefantenrutsche, wie es sie in vielen Bädern gibt und die für Kinder bis 7 Jahre zugelassen ist. Sie endet im ganz flachen Wasser. Wer hier mit Schwung herunterrutscht und schon eben eher 6 oder 7 und entsprechend schwer ist ist, landet rasant auf dem Boden des Schwimmbeckens. Bei uns flossen erst einmal Tränen...
Es gibt einen etwas tieferen Bereich im Nichtschwimmerbecken, der auch noch abgetrennt ist.
Alles in allem ist das Bad durch diesen großen flachen Bereich aber hervorragend für Familien mit Kleinkindern geeignet, die an dem Tag auch sicher 80% der Besucher ausmachten.

Etwas versteckt auf der Wiese nah dem Schwimmerbecken ist ein kleines Babybecken ist Fischform. Es ist noch flacher als das Planschbecken, gefliest und wirkt schon etwas in die Jahre gekommen. Es liegt im Schatten, was einerseits gut ist, andererseits aber dadurch etwas kühler ist.

Rund um das Nichtschwimmerbecken lagern jede Menge Familien samt Picknickdecken, Klappstühlen, Pizzakartons, Handtüchern und allem drum und dran. Obwohl ein Schild genau das untersagt. Aber ich kann verstehen, dass man als Eltern bei Nichtschwimmern lieber direkt am Beckenrand sitzt und schaut, anstatt weit entfernt auf der eigentlich sehr schönen Liegewiese.

Die Liegewiese bietet viele Schattenplätze. Sie ist allerdings nicht endlos groß, da bieten andere Bäder mehr Platz abseits des Trubels.

Positiv fiel uns der Spielplatz auf. In vielen Bädern sind die Spielplätze eher abseits und alt, hier ist ein zwar nicht allzu großes, aber recht neues Klettergerüst mit Rutsche und feiner Sand, der zum Burgenbauen einlädt.

Ein Imbiss ist natürlich auch vorhanden - hier gibt es Pommes, Rixdorfer Burger, Bratwurst und natürlich kann man einzelne Gummibärchen, Mäuse etc. kaufen. Auch Eis von Langnese und Slush wird angeboten. Uns haben die Pommes sehr gut geschmeckt und auch der Slush war in Ordnung. Mit 2,30 für eine kleine Portion Pommes (plus 10 Cent für Ketchup) ist es vergleichsweise teuer für ein Schwimmbad.

Und das Publikum? Das ist bei Sommerbädern ja oft etwas heikel. Auch hier sind zwei Sicherheitsleute unterwegs gewesen wie in anderen Bädern auch. Aber da das Publikum überwiegend aus Familien mit Kleinkindern besteht, war es bei unserem Besuch sehr ruhig. Es gibt ja eigentlich auch kaum etwas, was Jugendliche in großer Zahl anlocken würde - kein Rutschenturm, kein echter Sprungturm. Da haben andere Bäder mehr zu bieten und damit auch eher das Potential, dass Besuchern die Hitze zu Kopf steigt.

Das Personal war bei unserem Besuch durchweg freundlich.

Das Bad ist im Sommer von 10-18 Uhr geöffnet, bei sehr schönem Wetter bis 19 Uhr. 30 min vorher ist Badeschluss.

Unser Fazit:
Weder Daumen hoch, noch runter, eher so mittelprächtig. Nachdem wir den Schreck verdaut hatten, im falschen Bad gelandet zu sein und es daher keine große Rutsche gab, haben wir uns dann doch noch angefreundet. Für Kleinkinder ist es sehr gut geeignet, ab dem Seepferchen wird dann schon etwas langweilig im flachen Wasser. Fürs sportliche Schwimmen ist das Schwimmbad aber dann auch wieder gut.

Da das Fotografieren in Schwimmbädern verständlicherweise verboten ist, gibt es leider keine Bilder. Aber auf der Webseite gibt es einige.

Anfahrt und Adresse:
Sommerbad Mariendorf
Rixdorfer Straße 130
12109 Berlin
Webseite: Sommerbad Mariendorf
Buslinien: 277, 282 Imbrosweg

Dienstag, 16. Mai 2017

Spielplatz: Am Insulaner

Steglitz und Tempelhof sind in Sachen Spielplätze immer wieder überraschend - hier habe ich schon richtig kleine, wirklich unschöne Mini-Spielplätze gesehen, aber auch überdurchschnittlich viele schöne Themen-Spielplätze. Ein solcher ist auch am Insulaner. Der Insulaner ist bekannt für die dort gelegene Sternwarte, das Planetarium und auch das Sommerbad.  Das Sternen- und Planetenthema greift auch der Spielplatz auf, der sich am Fuße des Insulanes befindet.

Der Spielplatz befindet sich, umgeben von einer großen Liegewiese, am unteren Bereich des Insulaners. Er ist ca. 420 qm groß und hat als Thema Sternen und Planeten. Herzstück ist der über 11 m hohe Kletterturm mit Sternenhimmel und Röhrenrutsche - das quasi das Schwarze Loch darstellen soll. Auf der Mastspitze des Klettergeräts sind Saturn und Sterne angebracht. Eine Kletterspinne und eine Seilbrücke sorgen für den Aufstieg ins Weltall. In der Kletterspinne sind einige Sitzteller zum Schaukeln.

Das Design macht echt etwas her, allzu viele Klettermöglichkeiten gibt es im Prinzip aber nicht. Dafür beeindruckt das Klettergerüst durch Design und Höhe.

Ein wenig entfernt befinden sich noch zwei einfache Rutschen, die einen Berg hinab führen. Zudem gibt es einen Beachvolleyball-Platz.

Zielgruppe sind 6- bis 12 Jahre alte Kinder. Für Kleinere sind die Kletterelemente zu groß.  Es ist allerdings Sand zum Buddeln vorhanden.

Der Spielplatz ist nicht eingezäunt, dadurch gibt es einige Verunreinigungen, u.a. durch Hunde. es hält sich aber in Grenzen.

Vorn an der Straße (Prellerweg/Munsterdamm) befindet sich eine Wall-Toilette in Laufnähe. Essen und Getränke sucht man in der näheren Umgebung allerdings vergeblich.






Anfahrt:
Prellerweg, 12169 Berlin
S2 und S25 bis Priesterweg
Bus:  M76, X76, 170, 246, 187